Hybridrasenspielfeld soll 263.000 Euro kosten / Verein listet Eigenleistungen auf

OBERENSE – die Sportgemeinschaft Oberense hat ihren Antrag auf Errichtung eines Hybridrasenspielfeldes als Ersatz für den vorhandenen Rasenplatz konkretisiert und verdeutlicht, dass aus ihrer Warte einem Umbau der Sportstätte bereits im kommenden Jahr nicht im Wege stehen würde.

Gestern Morgen jedenfalls überreichten die Vereinsvorsitzenden Jörg Ferige und Klaus Ebel gemeinsam mit Georg Busemann bei einem Gespräch im Rathaus Bürgermeister Hubert Wegener die Ergänzungen zu dem seit dem 13. Mai 2014 vorliegenden Antrag. Und damit kam das Trio einer Ende Juli bei einer Informationsveranstaltung im Oberenser Sportheim geäußerten Bitte des Verwaltungschefs nach, das Finanzierungskonzept näher zu erläutern.

Übernahme der Pflegemaßnahmen

 

Und danach geht man bei der SG Oberense davon aus, dass der gewünschte Hybridrasenplatz in Oberense 263.945,72 Euro kosten wird, was man durch einen beigefügten Antrag einer Fachfirma dokumentiert. Aus Eigenmitteln und Spenden will der Verein 25.000 Euro beisteuern. Zusätzlich, so Jörg Ferige und Klaus Ebel will die Sportgemeinschaft Eigenleistungen in Form von Arbeit und Material für den Ab- und Wiederaufbau der Ballfangzäune, Barrieren und Tore, die zusätzliche Verlegung von Versorgungsleitungen wie Strom und Wasser bis an den Spielfeldrand für Flutlicht- und Regneranlage sowie Pflasterarbeiten übernehmen. Hier geht man von einer Summe von 48.248,20 Euro aus. Doch damit nicht genug: Auch zusätzliche Pflegemaßnahmen für das Hybridspielfeld will der Verein schultern, Mehraufwendungen, die über die Sportförderungsrichtlinien entstehen, „werden vom Verein getragen“, heißt es in der Ergänzung zu dem Antrag weiter. Das, so Jörg Ferige gestern im Gespräch mit dem Anzeiger ergänzend, gelte auch für den Wasserverbrauch im Zuge der intensiven Beregnung des Platzes. Hier hatte man in der Informationsveranstaltung Ende Juli von 1500 bis 2000 Kubikmeter pro Jahr gesprochen.

Laut Aussagen der eingeschalteten Fachfirma ist der Hybridrasen „eine Kombination aus Natur- und Kunststofffasern“, die auch auf dem Gelände des Sport- und Tagungszentrums Hachen des Landessportbundes NRW verlegt wurde und eine neue Form des Spielfeldes darstelle.

So hätten Nutzer und Träger von Fußballsportflächen bisher drei Auswahlmöglichkeiten bei Investitionsentscheidungen hinsichtlich des Belages: Tenne, Naturrasen oder Kunststoffrasen. Naturrasen gelte nach wie vor als beliebtester Fußballbelag, komme aber in den Schlechtwetterperioden an seine Belastungsgrenzen. Kunststoffrasen sei zwar sehr viel belastbarer, aber auch teurer und ökologisch nach wie vor umstritten, so die Ausführungen. Hinzu komme, dass einerseits vielen Kunststoffrasenprojekten aufgrund der demografischen Entwicklung der Boden für eine Auslastung von deutlich über 1000 Nutzungsstunden entzogen würde. Andererseits sei eine Bespielbarkeit von Hybridrasen über das gesamte Jahr möglich. Voraussetzung allerdings: Die Pflege müsse angepasst erfolgen.

In ihrem Antrag weist die SG Oberense darauf hin, dass die Fachfirma den seit Jahrzehnten existierenden hybridrasen weiterentwickelt habe. Mit der Kombination von Naturrasen und Kunststofffasern bringt sie „die sinnvollste Alternative auf den Markt“.

„Ideale Lösung für idealen Spielkomfort“

Die Spieleigenschaften der Rasengräser würden mit der hohen Belastungsfähigkeit der Kunstofffasern verbunden. Beide Partner nützten und schützten sich gegenseitig. Das Ergebnis: Rasen, der den Wünschen der Spieler entspreche und eine deutlich höhere Belastbarkeit im Vergleich zum herkömmlichen Rasen haben solle.

Wie im Antrag der SG Oberense ausgeführt, soll der Hybridrasen auf der gesamten Sportplatzfläche installiert werden. „mit geringeren Investitionskosten gegenüber einem Kunststoffrasen ist er laut Hersteller die ideale Lösung für Kommunen und Verein, die sich optimalen Spielkomfort mit hoher Belasstungsfähigkeit für einen ganzjährigen Spielbetrieb wünschen“, heißt es.

 

   

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